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Presseberichte

Monnem- doi Musical!
Neckarau - Rhein Neckar Theater begeistert mit skurriler Adaption von „Romeo und Julia“  Frustrierte Mimen auf Kreuzfahrt

23. November 2018/Autor: Sylvia Osthues 

Am Wochenende feierte die Komödie „Romeo allein an Bord“ eine gelungene Erstaufführung im Rhein Neckar Theater und begeisterte das Publikum. Die Zuschauer erlebten eine skurrile Adaption von Shakespeares „Romeo und Julia“. Mit engagiertem Schauspiel und raffiniertem Bühnenbild sorgte das Ensemble für einen gelungenen Auftritt, vollgepackt mit humorvoller Unterhaltung: Noch „Meer“ Spaß geht wirklich nicht, wenn die MS Donna Gloria in See sticht.
Auf dem Kreuzfahrtschiff finden vier merkwürdige Typen zusammen und die Zuschauer wundern sich: Romeo ohne Julia? „Romeo allein an Bord“ ist die Geschichte einer Kreuzfahrt: Seit Jahren dümpelt die Motto-Kreuzfahrt – „Shakespeare Ahoi!“ – die immer gleiche Route.
Diesem eingestaubten Konzept soll nun endlich neuer Schwung verpasst werden. Die Marketingabteilung der Reederei ersetzt deshalb gnadenlos die alt-ehrwürdige Schiffstheatertruppe durch die Comedy Show eines talentfreien Reality-Soap-Stars. Frustriert vom Verfall der Unterhaltungsbranche lässt es die Schauspielcrew bei der Abschiedsfeier noch einmal richtig krachen – und verpennt die Abfahrt. Völlig verkatert müssen sich die „Blinden Passagiere“ ihre Überfahrt erarbeiten und ein Theaterstück auf die Bühnenbretter bringen. Allerdings haben es ihre Schauspielkolleginnen rechtzeitig von Bord geschafft und dabei Kostüme, Requisiten und Bühnenbild mitgenommen.
Rasante Komödie
Wie führt man nun „Romeo und Julia“ auf – ohne Julia, ohne Ausstattung und ohne Talent? Gefangen an Bord der MS Donna Gloria kann niemand vor den Problemen weglaufen: Harald (herrlich schräg Henry Dahlke), ein abgehalfterter Entertainer mit Alkoholproblem, suhlt sich in Selbstmitleid. Martin (Denis Bode), der als sympathischer Fratz den Romeo mimt, behandelt den Steward Oliver (Danilo Fioriti), der als Julia sein Bestes versucht und Newcomer Robert (Harmut Lehnert) hat nicht genug Talent, um die Rolle der Amme überzeugend auf die Bühne zu bringen.
Frust schiebt jede Figur auf ihre Weise. Diesen Beziehungsstress hat Markus Beisel mit Sinn für das richtige Timing in Szene gesetzt. Der erfahrene Regisseur inszeniert die rasante Komödie aus der Feder von Danilo Fioriti und erreicht mit seiner Arbeit Nerv und Herz des Publikums. Schrill und herrlich komisch, wie die vier Akteure, sind auch Kostüme (Markus Beisel) und Maske (Rasine Grosch, Eva Hergemöller und Felix Bauer).
Geschickt haben Beisel, Matthias Lauterbach und Marco Haas die Bühne gestaltet. Drehbare Stellwände entführen in Shakespeares Vereno oder in die Kabine der Crew. Es muss während der zwei Stunden nicht umgebaut werden, was dem Tempo der Inszenierung gut bekommt. Das wandelbar-schöne oder absurde Bühnenbild wird vom Publikum beklatscht, bevor überhaupt ein Satz gesprochen wird. Am Ende gibt es langen und verdienten Beifall für Schauspieler und Regie.

Quelle:© Mannheimer Morgen, Freitag, 23.11.2018


Information zum Stück: Details

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